Rückblick auf die OER im Blick 2026: Austausch, Offenheit und neue Verbindungen

Die OER im Blick 2026 – Welcome to the Jungle brachte am 28. und 29. April zahlreiche Akteur:innen der OER-Community in Köln zusammen. Neben vielen inspirierenden Gesprächen und dem Wiedersehen mit bekannten Gesichtern – fast wie ein Klassentreffen – bot die Konferenz vor allem Raum, um eigene Ideen zu teilen und gemeinsam weiterzudenken. In Workshops, Meetups und Vorträgen standen aktuelle Projekte, Herausforderungen und Perspektiven rund um offene Bildungsressourcen und offene Bildungspraktiken im Mittelpunkt.

Ein entscheidender Faktor für die gelungene Atmosphäre war dabei auch der Veranstaltungsort: Das Design Offices Köln – Mediapark (Smartvillage) bot mit seinen offenen, kreativ gestalteten Räumen ideale Bedingungen für Austausch und Zusammenarbeit.  Auch die Raumnamen sorgten immer wieder für Gesprächsanlässe – und gelegentlich für kleine Suchaktionen: So machten wir uns zwischenzeitlich auf die Suche nach dem Raum „Panama“, der im Raumplan nicht zu finden war. Das augenzwinkernde Wortspiel – in Anlehnung an Oh, wie schön ist Panama von Janosch – sorgte dabei auch für spontane Begegnungen und gemeinsames Schmunzeln.

Workshop zu offenen Bildungspraktiken in der Lehrkräftebildung

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Teilnahme war der Workshop „Offene Bildungspraktiken in der phasenübergreifenden Lehrkräftebildung“. Der Workshop wurde gemeinsam von den Kolleg:innen aus dem digiLL_COM-Projekt und dem digiLL-Verbundpartner MediaLab Lehramt der RWTH Aachen konzipiert und durchgeführt.

Im Workshop ging es darum, wie offene Bildungspraktiken dazu beitragen können, Lehrkräftebildung phasenübergreifend zu gestalten. Ausgangspunkt waren Good Practices aus unseren Projekten, die unter anderem zeigen, wie Zusammenarbeit zwischen Universität, Schule und weiteren Akteur:innen gelingen kann, wenn man eine gemeinsame Herausforderung bearbeitet und welche Rolle hier auch OEP spielen.

Ein Spiel als Diskussionsanlass für Zusammenarbeit

Ein zentrales Element des Workshops war ein von uns entwickeltes Legespiel, das gezielt Diskussionen anregen und Perspektiven zusammenbringen sollte.

Die Spieler:innen arbeiten mit sogenannten Aktionskarten, die unterschiedliche Aspekte aus allen Phasen der Lehrkräftebildung aufgreifen. Dazu gehören beispielsweise:

  • „Projekt an der Universität“
  • „Praxissemester“
  • „Unterrichtsbesuch“
  • „Schulkonferenz“

Ergänzt werden diese durch Querschnittsthemen wie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ oder „OER“.

Die Aufgabe besteht darin, diese Karten nebeneinander zu legen und gemeinsam zu diskutieren:

  • Welche Aspekte passen zusammen?
  • Wo ergeben sich sinnvolle Verbindungen zwischen den Phasen?
  • Was fehlt vielleicht noch, um eine Zusammenarbeit zu ermöglichen?

Um diese Verbindungen sichtbar zu machen, nutzen die Spieler:innen sogenannte Brückenkarten. Auf diesen wird festgehalten, welche konkreten Bedingungen, Ideen oder Maßnahmen notwendig sind, um die Verbindung zwischen zwei Aktionskarten herzustellen. So entstehen nach und nach visuelle und inhaltliche Netzwerke, die phasenübergreifende Zusammenarbeit greifbar machen.

Das Spiel hat sich im Workshop als sehr wirkungsvoll erwiesen: Es hat die Gespräche strukturiert und in durch die bereits vorgegebenen Karten inhaltlich geprägt. Das Feedback der Teilnehmenden war für uns dabei besonders wertvoll – wir werden das Spiel weiterentwickeln und als OER veröffentlichen.

Austausch im OE_COMmunity Forum

Ein weiteres Highlight war das OE_COMmunity Forum. Hier hatten wir die Gelegenheit, unsere Projektergebnisse vorzustellen und mit Kolleg:innen aus anderen Projekten ins Gespräch zu kommen.

Der Austausch war geprägt von Offenheit, Interesse und der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Gerade die Vielfalt der Perspektiven hat uns neue Impulse für unsere eigene Arbeit gegeben und gezeigt, wie wichtig solche Räume für Vernetzung und gemeinsame Weiterentwicklung sind.

Was wir mitnehmen

Neben vielen inhaltlichen Anregungen nehmen wir vor allem die Gespräche und die neu geknüpften Kontakte mit. Sie bilden eine wichtige Grundlage dafür, die angestoßenen Ideen weiterzuführen und Kooperationen auszubauen.

Wir freuen uns darauf, die Impulse aus der Konferenz in unsere weitere Arbeit einfließen zu lassen – und darauf, den begonnenen Austausch fortzusetzen.